Die Anfänge

Gekegelt wurde in Steinach bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das belegen die Anzeigen im "Thüringer Waldboten", in denen die Wirte, die eine Kegelbahn besaßen, zum Preiskegeln einluden. Gespielt wurde meist um Lebensmittel wie Gänse, Wild und Schinken. In den 30er Jahren bildete sich eine Männermannschaft, die im damals gegründeten Südthüringer Keglerverband mit organisiertem Kegelsport begann. Im Jahr 1935 wurde die Fünfer-Mannschaft aus Steinach bei den in Sonneberg und Schmalkalden ausgetragenen Wettkämpfen Erster Sieger.

Nach dem zweiten Weltkrieg

1945 musste der Kegelsport in Steinach neu belebt werden. In der Gaststätte "Rothammel" in der Eichhornsgasse fanden sich die ersten Kegelfreunde wieder zusammen.
1953/54 umfasste die Abteilung Kegeln des BSG Motor Steinach bereits drei Männermannschaften, die auf Kreisebene an Wettkämpfen teilnahmen. Ab 1954 spielte die 1. Mannschaft auf Bezirksebene mit. Da nun 200 Wurf gespielt wurden, reichte die Bahn in Steinach nicht mehr aus. Man wich deshalb auf eine Zwei-Bahnen-Anlage in Oberlind aus. Sowohl das Training der erstenn Mannschaft als auch die "Heimspiele" fanden dort statt. Die beiden anderen Mannschaften spielten weiter in Steinach. 
Ab 1957 hatten die Steinacher Kegler in der neu erbauten Turnhalle eine eigene Zwei-Bahnen-Anlage. So konnte in der Folgezeit ein regelmäßiger Trainingsbetrieb aufgenommen werden. Diese Anlage wurde in vielen Stunden freiwilliger Arbeit durch die Sportler mit errichtet. Die Erste Mannschaft schaffte in der darauf folgenden Spielzeit den Aufstieg in die 1. Liga des Bezirks Suhl, in der im Jahre 1959 der Staffelsieg erkämpft wurde.
In den folgenden Jahren kamen zu den Keglern weitere Sportfreunde hinzu.
Ende der 50er Jahre fanden sich auch Frauen zu einer Mannschaft zusammen. Diese Frauenmannschaft zählte nach kurzer Zeit zu den besten Teams im Bezirk Suhl.
Ab 1962 wurde jährlich eine Werbe- und Massensportwoche organnisiert und damit noch mehr Kegelsportler gewonnen, so dass die zwei Bahnen kaum ausreichten. Durch die Unterstützung der Steinacher Betriebe, besonders des VEB TRISOLA, dem rate der Stadt und durch die Kegler selbst konnte nach vielen freiwilligen Arbeitsstunden 1966 die erweiterte Vier-Bahnen-Anlage in Betrieb genommen werden.
In dieser Zeit wurde auch eine Kinder- und Jugendabteilung aufgebaut. Die jungen Kegler konnten unter der Leitung von Werner Hausdörfer in den folgenden Jahren viele Erfolge feiern. Unterstützt wurde Werner Hausdörfer durch Eberhardt Luthardt.
In den Jahren von 1970 bis 1987 holten sich die jungen Kegler 13 Bezirksmeistertitel und nahmen an den DDR-Meisterschaften teil. Bei Kinder- und Jugendspartakiaden konnten die Steinacher ebenfalls Siege mit nach Hause nehmen.
In den 70er Jahren wurde eine automatische Aufstellanlage geschaffen. Nach dieser Zeit kam es bei den Steinacher Keglern zu einem weiteren Aufschwung.
Die Sektion Kegeln entwickelte sich mit über 100 Mitgliedern zur zweitstärksten Sektion innerhalb der BSG Motor Steinach. Am Wettkampfbetrieb nahmen fünf Männer- und zwei Frauenmannschaften teil.

Nach der Wende

Die Kegelbahnen genügten nicht mehr den Ansprüchen eines modernen Wettkampfbetriebes und erhielten keine Zulassung mehr. Einige Männer spielten als Gastgeber bei Wacker 1920 Steinheid weiter.
Acht Frauen, unter ihnen sechs Haselbacherinnen, trafen sich weiterhin einmal wöchentlich zum Training. Ein Neuaufbau der Abteilung Kegeln war auf Grund des schlechten Zustandes der Bahnen in dieser Zeit nicht möglich.
Erst 1999, nach der Sanierung der Kegelbahn, konnte der Punktspielbetrieb wieder aufgenommen werden. Es gründeten sich je eine Frauenmannschaft auf Landesliga- und auf Landesklassenebene, sowie zwei Männermannschaften, die in der zweiten Kreisliga beziehungsweise auf Kreisebene kegelten. Bis heute sind in diesen Mannschaften Spieler aus Steinheid, Scheibe-Alsbach, Haselbach und Neuhaus/Rwg. vertreten.
Nach der Öffnung der Grenze knüpfte die Abteilung Kegeln mit den Keglern "Freier Schwung" aus Grub am Forst Verbindung. Diese wurde im Laufe der Jahre freundschaftlich vertieft und hält bis heute an. Jährlich werden Spiele in beiden Orten ausgetragen.

Quelle: 100 Jahre SV 08 Steinach e.V. 1908 - 2008

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